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Hier einige Themen des letzten Fachvortrags im September 2024

  
Die meisten Obst- und Gemüsesorten reifen nach der Ernte bei uns zu Hause im Keller, in der Küche oder im Kühlschrank weiter. Die Reifung ist ein Stoffwechselprozess, während dessen die Stärke in Fruchtzucker umgewandelt wird. Gleichzeitig nehmen die Vitamine, Aroma- und Geschmacksstoffe zu und die Fruchtsäure sowie Gerbstoffe ab.
Außerdem verströmen viele Obstsorten das Reifegas "Ethylen" auch "Ethen" genannt. So verströmen reifende Äpfel viel Reifegas und lassen z.B. Bananen schneller reifen oder Orchideenblüten schneller welken.

Frage: Greife ich bei grüngelben Bananen, harten Birnen oder hellroten Erdbeeren im Supermarkt zu?

Neben den Äpfeln gehören auch Birnen, Mangos, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen und Tomaten zu den Obstverderben, weil sie viel Ethylen ausscheiden und dadurch sich selber aber auch andere Obst- und Gemüsesorten schneller reifen lassen. Das bedeutet, dass diese von anderen Obst- und Gemüsesorten getrennt gelagert werden sollten, um den vorzeitigen Verderb zu vermeiden. Plastikbeutel können die Ausbreitung von Ethylen reduzieren.
Besonders empfindlich auf Ethylen reagieren:  Apfel, Birnen, Bananen, Pfirsiche, Nektarinen, Zwetschgen, Blattgemüse, Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Kartoffeln, Lauch, Paprika oder Tomaten.

Nicht nachreifendes Obst und Gemüse
sind:
Ananas, Erd-, Him-, Johannisbeeren, Kirschen, Weintrauben, alle Zitrusfrüchte,  alle grünen Salate, Blumenkohl, Brokkoli, Gurken, Kohlrabi, Paprika, Zucchini.
Das bedeutet, dass die Erntereife bei diesen Fruchtsorten gleichzeitig der Genussreife entspricht. Das bedeutet, dass sie vollreif geerntet werden und umgehend verarbeitet werden sollten. Statt einer Nachreife findet bei diesen Fruchtsorten ein Verderbungsprozess statt.

Im naturgemäßen Garten werden die Stauden im Herbst möglichst wenig geschnitten. Erst im Frühjahr wird im Garten aufgeräumt und die Stauden geschnitten.
Einige Pflanzen blühen auch noch im Herbst und sind Futterpflanzen für Hummeln, Bienen und anderen Insekten. Außerdem sind sie für viele Tiere ein Winterquartier. Hagebutten und Samenstände von Stauden sind nach dem Frost beliebtes Vogelfutter. Der Raureif verzaubert Samenstände sowie Gräser zu wahren Kunstobjekten, sie sind dann eine besondere Zierde in unseren Gärten.
Natürlich kann man vor dem Pflanzen von Zwiebeln die Stauden schneiden. Damit der Schnee die Gräser nicht umknickt oder den Wacholder auseinander drückt, sollte die umsichtige Gärtnerin diese Pflanzen zusammenbinden.

Übrigens, Laub- und Reisighaufen und Totholz sind ideale Winterquartiere, nicht nur für den Igel, wenn man sie unter Büschen und Bäumen platziert, denn dort herrscht die meiste Ruhe im Garten. In diesem Unterschlupf überwintern viele Insektenarten, die im kommenden Frühjahr und Sommer Jagd auf Blattläuse machen. Marienkäfer und Florfliegen und deren Larven vertilgen ein vielfaches ihres Eigengewichts an Schädlingen. Aber auch Wildbienen, Hummel- und Wespenköniginnen überwintern in den bereitgestellten Haufen. Solche Laub- und Reisighaufen sind also ein wirkungsvoller und kostenloser Beitrag zum Natur- und Pflanzenschutz.

Und welche Rasenpflegemaßnahmen im zeitigen Frühjahr anstehen, lesen Sie auf unserer Internet-Seite im zeitigen Frühjahr.

Und wenn diese Tipps für Sie eine Hilfe waren, dann schreiben Sie uns eine E-Mail an:
info@gartenfreunde-steinheim.de

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht aber auch über Fragen oder Anregungen zum nächsten Fachvortrag.



Fachberatung

  
Frei Haus gibt es jedes Jahr aufs Neue dieses besondere Winterschnäppchen. Nur echte Gartenfreunde wissen dieses besondere Angebot zu schätzen, wenn es wieder einmal heiß 3 in 1 zum Nulltarif.
Der kluge Gartenfreund sucht sich aus dem breiten Angebot die schönsten und teuersten Weihnachtsbäume aus, bevor die Bäume abgeholt werden und im Schredder laden.
1. Man schneidet die Zweige der Weihnachtsbäume ab und verwendet diese als Sonnenschutz zum Beispiel für Rosen oder wintergrüne Steingartenpflanzen während der Monaten Januar bis März. 2. Den Stamm verwendet der eine Gartenfreund als Bohnenstange, der andere als Brennholz. Wird der Stamm als Bohnenstange verwendet, schneidet der clevere Gärtner die Zweige nicht zu nah am Stamm ab, denn die Stummel und die Nadeln am Stamm bieten eine optimale Kletterhilfe für Stangenbohnen. 3. Ende März, wenn der Frühjahresputz im Garten angesagt ist, werden die Zweige abgeräumt. Sie sind immer noch brauchbarer Wertstoff und können zum Beispiel zur Abfuhr der Gartenabfälle bereitgestellt werden. Kleine Mengen Reisig helfen den Komposthaufen zu durchlüften. Viele Nadeln sind jetzt, je nach Trocknungszustand und Art des ausgewählten Nadelbaumes, abgefallen und stellen für Schnecken ein großes Hindernis auf dem Weg zu den ersten grünen Blättern dar. Mit der Zeit werden die Nadeln in den Boden eingehackt und verrotten dann zu Humus.
Auf diese Weise kann man 2 bis 4 ausgediente Weihnachtsbäume im Garten sinnvoll verwenden.


Gartenfreunde Steinheim am Albuch



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